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Unsere Antwort auf das Schauspiel der AfD in Gauersheim

Donnersberg

Am 3. Oktober fand ein, durch einen engagierten Gauersheimer angemeldeter Bürger*innen-Dialog auf dem Dorfplatz statt. Dieser fand bewusst als Kontrast zum von der AfD im „Treffpunkt Nordpfalz“ abgehaltenen „Bürgerdialog“ zum Tag der Deutschen Einheit statt.

Ersterer wurde jedoch nach einiger Zeit von der AfD und ihren Anhängern massiv gestört und aufgerieben. Doch, wie so oft, versuchen die Rechten die Erzählung schamlos unzudrehen und sich als Opfer darzustellen.

Wenn man den Beitrag der AfD zum 3. Oktober liest, könnte man fast glauben, man befände sich in einem dramatischen Theaterstück mit großen Worten, erfundenen Helden und erfundenen Gegnern.
Doch hinter der pompösen Sprache, den vermeintlichen „Hasstiraden“ und „Provokationen“, die man uns unterstellt, steckt in Wahrheit etwas ganz anderes: Menschen aus Gauersheim, die einfach keine rechten Ideologien in ihrem Dorf wollen. Menschen, die für Demokratie, Respekt und ein friedliches Miteinander stehen.

Wir waren dort, um zu reden.
Nicht, um zu schreien.
Nicht, um zu provozieren.
Sondern um klarzumachen: Rechte Parolen haben in Gauersheim keinen Platz.

Dass die AfD das als „Provokation“ empfindet, zeigt mehr über ihr Selbstverständnis als über unser Verhalten. Denn wer in einer Demokratie Angst vor Gegenrede hat, sollte sich vielleicht fragen, was er da eigentlich vertritt.

Was wirklich geschah

Wir haben uns auf einen offenen Austausch gefreut – auf einen Bürger*innendialog, wie er angekündigt war. Stattdessen standen uns AfD-Anhänger gegenüber, die mit Deutschlandfahnen, aggressiven Zwischenrufen und der lauten Nationalhymne auftraten nicht als Symbol des Zusammenhalts, sondern als Machtdemonstration.

Unsere Reaktion war keine „Hasstirade“, sondern der Versuch, Haltung zu zeigen.
Wir haben uns verbal gewehrt, ja – aber ohne Gewalt, ohne Drohungen, ohne Aggression.
Ganz im Gegenteil: Aus dem Umfeld der AfD-Anhänger fielen entwürdigende und widerwärtige Worte gegenüber unseren Genossinnen, die noch vor Ort zur Anzeige gebracht wurden. 
Solche Aussagen sind keine Randnotiz. Sie sind Ausdruck eines Menschenbildes, dem wir uns mit jeder Faser entgegenstellen.

Über die Inszenierung der AfD

Der Beitrag der AfD trieft vor Pathos.
Da ist die Rede von „friedlichen Patrioten“, „voller Liebe zum eigenen Land“ und „hasserfüllten Gegnern“, die angeblich die Demokratie bedrohen.
Doch diese Überhöhung dient nur einem Zweck: sich selbst als Opfer darzustellen und gleichzeitig andere zu diffamieren.
Die Ironie daran?
Genau jene, die ständig von „Meinungsfreiheit“ reden, empören sich, sobald jemand anderer Meinung ist.

Wir kennen dieses Muster:
    •    Kritik wird als Angriff bezeichnet.
    •    Gegenrede als „linksextrem“.
    •    Zivilcourage als „Provokation“.
Und während sie behaupten, sie stünden für Freiheit, versuchen sie, jene mundtot zu machen, die sich für Vielfalt einsetzen.

Das ist keine Liebe zum Land.
Das ist Angst vor Veränderung.

Worum es wirklich geht

Es geht nicht um Fahnen oder Hymnen.
Es geht um Werte.
Wir haben nichts gegen unser Land im Gegenteil: Wir lieben es so sehr, dass wir nicht zulassen wollen, dass Hass und Ausgrenzung es bestimmen.

Wir waren an diesem Tag dort, um deutlich zu sagen:
Gauersheim ist bunt, nicht braun.
Wir wollen keine Hetze, keine Lügen, keine Gewalt von keiner Seite.
Aber wir werden auch nicht schweigen, wenn Rechte versuchen, sich als Opfer darzustellen, während sie selbst drohen, beleidigen und manipulieren.

Ein Wort zum Schluss

Die AfD kann ihre Geschichte so oft umschreiben, wie sie will.
Aber die Menschen in Gauersheim wissen, was wirklich passiert ist.
Wir wissen, wer laut wurde, wer drohte, wer filmte, obwohl wir um Respekt baten.
Und wir wissen, wer am Ende friedlich blieb.

Wir werden weiter für ein demokratisches, respektvolles und offenes Miteinander eintreten.
Ohne Hass, ohne Gewalt, aber mit klarer Haltung.

Denn Liebe zum eigenen Land zeigt sich nicht in Lautstärke 
sondern in Verantwortung.

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