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Unsere Rede gegen die Gründung der rheinland-pfälzischen Generation Deutschland in Gauersheim

KV AZWODonnersberg

Rede unserer Genossin Marie aus dem Donnersbergkreis:

 

Liebe Genossinnen und Genossen,

liebe Gauersheimerinnen und Gauersheimer,

liebe Mitmenschen,

 

heute stehen wir hier zusammen, weil sich die neue AfD-Jugendorganisation „Generation Deutschland“ hier gründen will – in unserer schönen Pfalz, in einem Landkreis, der eigentlich für Zusammenhalt, Ruhe und Menschlichkeit steht.

Und wir stehen hier, um klar und deutlich zu sagen: Nein. Nicht hier. Nicht mit uns.

Diese sogenannte Jugendorganisation wird nicht für Zukunft stehen, nicht für Freiheit, nicht für ein besseres Morgen. Sie wird radikal sein. Sie wird Hass säen. Sie wird spalten. Und sie wird versuchen, junge Menschen für menschenverachtende Ideologien zu begeistern.

Ich bin 18 Jahre alt.
Eigentlich sollte sich meine Jugend darum drehen, in welche Disco ich am Wochenende gehe, ob ich mit meinen Freunden raus gehe oder was ich nach dem Abi machen will.
Stattdessen stehe ich heute hier mit einem Kloß im Hals und halte eine Rede, weil meine Zukunft bedroht ist – nein, unsere Zukunft.
Weil unsere Demokratie mit Füßen getreten wird.

Ich stehe hier, weil Menschen in meinem Alter in diesen Räumen sitzen und Nazi-Parolen schreien.
Weil sie Rassismus verbreiten und Argumente aus dem Jahr 1933 wieder salonfähig machen wollen.
Weil sie Menschen erklären wollen, warum man andere aufgrund ihrer Herkunft, ihrer Hautfarbe, ihrer Religion oder ihrer Identität abwerten darf.

Sie sitzen dort und treten nach unten.
Sie machen Politik auf dem Rücken der Schwächsten.
Sie hetzen gegen Minderheiten, um selbst Macht zu gewinnen.

Und ich stehe hier, weil ich das nicht akzeptiere.

Denn heute reicht es nicht mehr, leise zu sein.
Heute reicht es nicht mehr, wegzuschauen.
Heute muss man Haltung zeigen.
Heute muss man Nein sagen.
Und heute muss man sich dem Faschismus entschlossen entgegenstellen.

Es macht mich wütend… und es macht mir Angst ,dass sich eine gesichert rechtsextreme Jugendorganisation unter meinem Namen, unter dem Namen Jugend, organisiert.
Dass sie dieselben rechten, gefährlichen Gedanken verbreitet, die wir aus Reden kennen, die bewusst an dunkelste Kapitel unserer Geschichte erinnern.
Das ist kein Versehen. Das ist kein Ausrutscher. Das ist Ideologie.


Ich will ein anderes Deutschland.
Ich will ein buntes Deutschland.
Ein Deutschland, in dem niemand Angst haben muss, so zu sein, wie er oder sie ist.
Ein Deutschland, in dem niemand diskriminiert wird, nicht wegen seiner Herkunft, nicht wegen seiner Liebe, nicht wegen seiner Religion, nicht wegen seines Aussehens.

Und ich sage euch:
Ich lasse mich nicht einschüchtern.
Ich lasse mir meine Zukunft nicht von Menschen kaputtmachen, die von Hass leben.
Ich lasse mir meine Hoffnung nicht nehmen.

Unsere Demokratie ist nicht perfekt – aber sie ist wertvoll.
Und sie lebt davon, dass wir sie verteidigen.
Dass wir laut werden, wenn andere leise ausgrenzen.
Dass wir zusammenstehen, wenn andere spalten wollen.

Ich bin Marie.
Ich bin 18 Jahre alt.
Ich bin Schülerin.
Und ich stehe hier, weil ich an eine gerechte, solidarische und demokratische Zukunft glaube.

Und genau deshalb sage ich heute laut und deutlich:
Kein Platz für Hass.
Kein Platz für Rassismus.
Kein Platz für Faschismus.
Nicht heute. Nicht hier. Nicht mit uns.
Immer gemeinsam, 
Niemals allein! 
 

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