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Ökologische Verkehrswende ohne Südtangente

In der Stadtratssitzung des 10.09. brachte die FWG den Antrag ein, eine Umgehungsstraße ("Südtangente") zu bauen, die den Schulverkehr morgens und mittags umleiten soll, um so den Stau im Schulzentrum zu reduzieren. Ein Thema, das den Stadtrat bereits seit Jahren beschäftigt.

Das Verkehrsaufkommen in Alzey zu den besagten Stoßzeiten ist ein reales Problem, das angegangen werden muss, denn es leidet sowohl die Umwelt als auch die Verkehrssicherheit darunter. Die angesprochene Südtangente allerdings ist bloß eine Symptombekämpfung, da sie das massive Verkehrsaufkommen nicht reduziert, sondern nur verlagert. Der Bau dieser Straße versiegelt eine große Fläche und kostet die Stadt dazu noch Geld im siebenstelligen Bereich. Die baubedingten grauen Emissionen sind dabei eine zusätzliche ökologische Belastung.

 

Alternativ dazu steht die Idee, das Verkehrsaufkommen generell zu senken, indem mehr Anreize zur Nutzung der Busse geboten werden. Dadurch gäbe es nicht nur weniger Stau in der Stadt, sondern die Straßen wären auch deutlich weniger belastet und müssten seltener saniert werden. Das würde wieder Kosten sparen. Das Busangebot der Stadt existiert bereits, ist aber unattraktiv für alle, die bereits ein Auto besitzen, da das Auto günstiger und schneller als der Bus ist und dieser oft mit Verspätungen zu kämpfen hat. Würden wir den Millionenbetrag für eine neue Straße stattdessen in den Busverkehr investieren, könnten die Busse kostenfrei fahren. Während der Übergangszeit wären Tagestickets für 1€ ebenfalls denkbar. Dies könnte einen notwendigen Anreiz zum Umstieg bieten.

 

Gerade in Anbetracht der existierenden Klimaprobleme müssen wir langfristig denken und uns auf die zu erwartende und kommende ökologische Verkehrswende einstellen. Wir sollten daher schon heute Projekte erarbeiten, die die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger langfristig sichern und verbessern, indem praktische und ökologische Alternativen zum motorisierten Individualverkehr geschaffen werden. Das erklärte Ziel der Stadt sollte daher nicht sein, die Straßen durch eine bloße Umverteilung des Autoverkehrs zu entlasten, sondern mit einem perspektivisch kostenlosen öffentlichen Personennahverkehr eine Alternative zu schaffen, die sicherer, ökologischer und in Bezug auf Straßenabnutzung sogar kostengünstiger ist als die des Individualverkehrs.


Zum Klimaschutzbericht

In der letzten Stadtratssitzung wurde der Alzeyer Klimaschutzbericht vorgestellt, doch in Anbetracht der zunehmenden Umweltkatastrophen fällt er mehr als unbefriedigend aus, da er sich strikt dem Namen nach nur mit Klimaschutz befasst und das unmittelbar verbundene Thema Umweltschutz außer Acht lässt. Katastrophen wie das Insektensterben, Grundwasserverunreinigung und Feinstaub werden so beispielsweise nicht thematisiert, obwohl es unzweifelhafte Folgen der gescheiterten Umweltpolitik sind.

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